Warum Lanzarote für Familien mit Kindern ideal ist
Lanzarote hat ein Alleinstellungsmerkmal, das Eltern besonders schätzen: Die Insel funktioniert im Familienurlaub das ganze Jahr. Kein Sommer-Überhitzungsrisiko wie in Südspanien, kein Wintereinbruch wie in Nordeuropa. Das Klima bleibt zwischen 18 und 28 Grad – genug Wärme für Strand und Wasser, nicht zu heiß für einen Ausflug mit Kleinkind im Buggy.
Dazu kommen kurze Flugzeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (ca. 4–5 Stunden), keine Zeitverschiebung und eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur: Kindermenüs in fast jedem Restaurant, Hochstühle auf Nachfrage, Apotheken in allen größeren Orten. Für Familien, die mehr als nur Strand wollen, bietet die Insel ein erstaunlich breites Programm.
Freizeitparks und Wasserspaß – das Highlight für Kinder
Rancho Texas Lanzarote Park
Der Rancho Texas Lanzarote Park in Puerto del Carmen ist der bekannteste Freizeitpark der Insel – und für Kinder zwischen 4 und 14 Jahren kaum zu toppen. Das Konzept: Tiershow, Wasserpark und Streichelzoo in einem. Papageien-Shows, Seelöwen-Vorführungen, Delfin-Schwimmen (auf Anfrage buchbar) und ein Wasserpark mit Rutschen und Wellenbad füllen einen ganzen Tag problemlos.
Der Park liegt im Osten von Puerto del Carmen, ca. 10 Minuten vom Zentrum entfernt. Tipp: Tickets online buchen spart Wartezeit und ist oft günstiger. Kombi-Tickets für Tiershow + Wasserpark sind das beste Preis-Leistungs-Angebot.
Aquapark Costa Teguise
Der Aquapark Costa Teguise ist der klassische Wasserpark im Norden des Ferienorts Costa Teguise – kompakter als Rancho Texas, aber besonders gut geeignet für kleinere Kinder. Flache Planschbecken, sanfte Rutschen und ein Lazy River machen ihn zur ersten Wahl für Familien mit Kindern unter 8 Jahren. Für ältere Kinder gibt es auch steilere Rutschen und ein Wellenbad.
Der Park ist vom Strand von Las Cucharas fußläufig erreichbar – wer in Costa Teguise wohnt, spart sich die Anfahrt komplett.
Aquapark Playa Blanca – Aqualava
Im Süden der Insel, direkt in Playa Blanca, liegt der Aqualava Waterpark – der neueste und modern ausgestattete Wasserpark auf Lanzarote. Mit Highspeed-Rutschen für Ältere, Kinderbecken für die Kleinen und einem großen Poolbereich für die ganze Familie ist er der ideale Tagesausflug für Familien, die in Playa Blanca oder auf der Papagayo-Halbinsel übernachten. Die Lage direkt im Ort macht An- und Abreise mit Kindern besonders unkompliziert.
Minigolf, Go-Karts und weitere Attraktionen
Lanzarote bietet abseits der großen Parks noch mehr für Kinder:
Minigolf gibt es in Puerto del Carmen (mehrere Anlagen am Strandbereich) und in Costa Teguise. Gut geeignet für den Abend, wenn die Mittagshitze vorbei ist.
Go-Kart-Bahn in Puerto del Carmen (nahe dem Aquapark-Bereich) – für Kinder ab ca. 8 Jahren, Begleit-Karts für Kleinere vorhanden.
Laser Tag und Bowling in Puerto del Carmen – für Regentage oder Abendprogramm.
Kameltour durch Timanfaya – kein klassischer Freizeitpark, aber für viele Kinder das unvergesslichste Erlebnis des Urlaubs (mehr dazu im nächsten Abschnitt).
Die besten Ausflüge für Familien
Nationalpark Timanfaya – Vulkane hautnah
Der Nationalpark Timanfaya ist für Kinder eines der aufregendsten Ziele auf Lanzarote – ein echtes Mondlandschaft-Erlebnis. Die obligatorische Busrundfahrt durch den Park zeigt aktive Geothermiephänomene (Wasser, das zu Dampf wird; Hitzedemos am Vulkanboden) und macht Kinder aller Altersstufen sprachlos. Am Eingang des Parks gibt es außerdem die Kamelstation: kurze Kamelritte durch die Lavafelder, geführt von lokalen Hirten. Für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren fast immer der absolute Höhepunkt des Urlaubs.
Tipp: Früh hingehen – im Hochsommer (Juli/August) entstehen schon ab 10 Uhr längere Warteschlangen. Eintrittstickets gibt es nur vor Ort, Kinder unter 12 zahlen weniger.
Jameos del Agua und Cueva de los Verdes
Diese beiden Stätten im Norden der Insel gehören zur selben unterirdischen Lavaröhre – dem Túnel de la Atlántida, einem der längsten Unterwasser-Lavatunnel der Welt. Beide sind von César Manrique gestaltet und bieten ein einzigartiges Erlebnis zwischen Kunst, Natur und Höhlenmagie.
Jameos del Agua: Die Lagune im Inneren der Höhle ist Heimat des blinden Höhlenkrebses (Munida steinitzi) – ein winziges weißes Tier, das ausschließlich hier vorkommt. Für naturinteressierte Kinder ein faszinierender Fund. Die Anlage hat auch einen tropischen Garten und ein Restaurant.
Cueva de los Verdes: Eine geführte Wanderung durch die beleuchteten Lavaröhren – mit einer Überraschung am Ende, die wir hier nicht verraten. Besonders geeignet für Kinder ab 5 Jahren.
Bootsausflüge und Delfinbeobachtung
Von Puerto Calero, Playa Blanca und Puerto del Carmen starten täglich Bootsausflüge, die bei Kindern regelmäßig zum absoluten Lieblingstag des Urlaubs werden. Typische Angebote:
- Katamaran-Trips mit Schnorchelstopp, Mittagessen und Meeresleben-Beobachtung
- Whale-Watching-Touren – Große Tümmler und Gemeine Delfine sind von April bis Oktober besonders häufig
- Glasbodenboote – ideal für kleinere Kinder, die noch nicht schnorcheln können, aber trotzdem Fische und Meeresgrund sehen wollen
Submarine Safari (Puerto Calero): Ein echtes U-Boot, das Passagiere in 20–25 Meter Tiefe nimmt. Für Kinder ab ca. 3 Jahren zugelassen, kein Tauchen nötig – einfach einsteigen und staunen.
La Graciosa – die kleine Schwesterinsel
Eine Fähre von Órzola (Nordspitze) bringt Familien in 20 Minuten nach La Graciosa – eine vorgelagerte Insel ohne Asphaltstraßen, ohne Massentourismus und mit türkisblauem Wasser. Der Strand Playa de las Conchas ist einer der schönsten der gesamten Kanarischen Inseln und für ruhige Tage mit Kindern ideal. Fahrräder können auf La Graciosa gemietet werden.
Hinweis: La Graciosa hat kaum Infrastruktur – Wasser, Sonnenschutz und Snacks für die Kinder mitbringen.
Die besten Strände für Familien mit Kindern
Nicht alle Strände auf Lanzarote sind gleich familiengeeignet. Die besten für Kinder:
Playa de Matagorda (Puerto del Carmen): breiter, flacher Sandstrand mit kaum Wellengang – ideal für Kleinkinder. Strandbar und Liegenverleih vorhanden.
Playa Las Cucharas (Costa Teguise): flaches Wasser, geschützte Bucht, Windsurfer in sicherem Abstand. Perfekt für Anfänger-Schnorchler.
Playa Dorada (Playa Blanca): ruhige, bewachte Bucht mit feinem Sand. Nah an Restaurants und Apotheken.
Playa Flamingo (Playa Blanca): etwas ruhiger als Dorada, weniger Betrieb, gut für entspannte Tage.
Eher ungeeignet für kleine Kinder: Playa de Famara (starke Unterströmungen) und die Felsbuchten an der Nordküste (kein Sandstrand, starker Wellengang).
Lanzarote mit Kleinkindern und Babys
Sicherheit und Gesundheit
Der wichtigste Punkt zuerst: Sonnenschutz. Die Sonne auf Lanzarote ist das ganze Jahr intensiv – der Atlantikwind kühlt die Haut und täuscht über die tatsächliche UV-Intensität hinweg. Kinder und Babys bekommen schneller Sonnenbrand als erwartet. Empfehlung: LSF 50+ für alle unter 12 Jahren, Kopfbedeckung, und die Mittagssonne (12–15 Uhr) meiden. Mehr dazu in unserem Sonnenbrand-Artikel.
Trinkwasser: Das Leitungswasser auf Lanzarote ist technisch trinkbar, aber oft entsalzt und in der Qualität variabel. Für Babys und Kleinkinder empfehlen wir abgepacktes Mineralwasser.
Ärzte und Apotheken: Auf Lanzarote gibt es gut ausgestattete Kinderarztpraxen und Apotheken in allen Ferienorten. Im Verzeichnis findet ihr Ärzte und Apotheken nach Ort. Im Notfall: 112 – die Leitstelle ist 24h erreichbar und koordiniert auch Kindernothilfe.
Reiseapotheke für Familien: Was auf keinen Fall fehlen sollte – unser Reiseapotheken-Artikel listet alles auf, was Familien einpacken sollten.
Aktivitäten für Kleinkinder (0–4 Jahre)
- Flache Sandstrände wie Matagorda und Dorada: keine Wellen, kaum Strömung
- Aquapark Costa Teguise: Planschbecken und sanfte Rutschen ab 1 Jahr
- Kamelritte in Timanfaya: ab ca. 2 Jahren möglich (in Begleitung)
- Glasbodenboot: kein Mindestalter, keine Nässegefahr
- Jardín de Cactus (César Manriques Kakteengarten): spazieren, staunen, Instagram – kein Eingang in gesperrte Bereiche nötig
Essen und Trinken mit Kindern
Lanzarote ist kinderfreundlich beim Essen: Fast jedes Restaurant in den Ferienorten hat ein Menú infantil (Kindermenü) mit Pasta, Pommes, Fisch oder Hähnchen zu günstigen Preisen. Hochstühle sind auf Nachfrage fast immer vorhanden.
Lokale Spezialitäten für neugierige Kinder: Papas arrugadas (kleine Salzkartoffeln) mit Mojo-Sauce sind bei den meisten Kindern sofort beliebt. Helado de mango (Mangoeis) sowieso.
Supermarktketten wie Mercadona, Spar und Lidl sind auf der Insel gut vertreten und haben alles, was Eltern mit Kleinkind brauchen: Babynahrung, Windeln, Feuchttücher.
Unterkunft für Familien – Hotels, Ferienwohnungen und Villen
Familienfreundliche Hotels auf Lanzarote
Die meisten größeren Hotels in Puerto del Carmen, Costa Teguise und Playa Blanca bieten Familierzimmer, Kinderclubs, Babyausstattung (Babybett, Hochstuhl) und eigene Kinderpools. Besonders gut aufgestellt: All-Inclusive-Resorts in Playa Blanca und Costa Teguise, wo Eltern den Verpflegungsaufwand komplett auslagern können. Wer nicht All-Inclusive möchte: Hotels mit Halbpension und eigenem Pool sind die gängige Alternative.
Ferienwohnungen und Villen
Für Familien mit kleinen Kindern sind Ferienwohnungen oder Villen mit eigenem Pool oft die entspannteste Option – kein Restaurantdress-Code, eigene Küche für Babymahlzeiten, kein Lärm aus Nachbarzimmern. In Playa Blanca ist die Villa Barracuda in Playa Blanca eine gut bewertete Unterkunft direkt vor Ort. Angebote für Ferienwohnungen finden sich außerdem auf Booking.com, Airbnb und speziellen Kanaren-Portalen – Suchfilter “Küche” und “Pool” sind bei Familien die wichtigsten.
Tipp: In Playa Blanca und im Süden der Insel sind Ferienwohnungen mit Pool besonders gut kombinierbar mit dem Aqualava Waterpark, Playa Flamingo und dem Museo Atlántico – alles fußläufig oder kurze Fahrt.
Lanzarote mit Teenagern – was Jugendliche begeistert
Teenager brauchen mehr als Sandburgen. Lanzarote hat dafür einiges zu bieten:
Surfen und Kiten: Die Playa de las Cucharas in Costa Teguise und Famara sind Europas Top-Spots für Wind- und Kitesurfen. Surfschulen bieten Einsteigerkurse für Jugendliche ab 12 Jahren an – oft das Highlight des Urlaubs für Teenies.
Tauchen: Ab 10 Jahren sind Schnupperkurse (Discover Scuba) möglich, ab 15 Jahren der erste PADI Open Water Kurs. Playa Chica in Puerto del Carmen ist ideal für den Einstieg. Mehr im Tauch-Guide.
Quad-Touren und Buggy-Fahrten: Mehrere Anbieter auf der Insel bieten geführte Quad-Touren durch Lavalandschaften an – für Jugendliche ab ca. 16 Jahren (mit Führerschein) oder als Beifahrer schon früher.
Nationalpark Timanfaya: Klingt nach Elternprogramm, ist aber auch für Teenager faszinierend – die Geothermiephänomene und die Mondlandschaft der Lavafelder sind einfach beeindruckend. Kamelritt als Bonus.
Submarine Safari: Das Unterwasser-U-Boot von Puerto Calero ist für alle Altersgruppen geeignet – für Teenager oft sogar aufregender als für Kleinkinder.
Praktische Tipps für den Familienurlaub auf Lanzarote
Beste Reisezeit für Familien: Mai, Juni und September/Oktober – weniger Betrieb als im Hochsommer (Juli/August), aber volles Sonnenprogramm. April ist ebenfalls gut, etwas kühler für Babys. Den Hochsommer empfehlen wir nur, wenn ihr sicher in windgeschützten Pools oder klimatisierten Unterkünften Abkühlung findet.
Mietwagen mit Kindersitzen: Mit Kindern auf Lanzarote fast unverzichtbar – die Sehenswürdigkeiten liegen verteilt über die Insel. Kindersitze unbedingt vorab reservieren – die Verfügbarkeit am Schalter ist begrenzt, besonders in der Hochsaison. Wer zwei Kindersitze benötigt, sollte das bei der Buchung explizit angeben. Internationale Anbieter am Flughafen Arrecife: Hertz, Avis, Europcar – lokale Anbieter oft günstiger.
Kinderwagenfreundlichkeit: Die Ferienorte Puerto del Carmen, Costa Teguise und Playa Blanca haben weitgehend rollstuhl- und buggygerechte Gehwege entlang der Strände (Promenaden). Im Landesinneren und bei Naturausflügen (Timanfaya, Lavapfade) ist ein Kinderwagen hingegen unpraktisch – Tragehilfe oder Rückentragesystem sind dort die bessere Wahl.
Familienfreundliche Restaurants: Fast alle Restaurants in den Ferienorten haben Kindermenüs. Besonders entspannt: Strandrestaurants mit großen Außenbereichen, wo Kinder mehr Bewegungsfreiheit haben. Tipp: Mittagessen statt Abendessen – in Familienrestaurants ist es tagsüber ruhiger, das Personal entspannter und die Wartezeiten kürzer. Mehr Restauranttipps im Restaurant-Artikel.
Buggy oder Tragehilfe?: Leichten Buggy für die Promenade, Tragehilfe für Vulkan-Ausflüge. Beide einpacken, wenn das Kind unter 2 ist.
Flugzeiten: Die meisten Direktflüge von Deutschland (Frankfurt, München, Hamburg, Berlin) dauern 4–4,5 Stunden. Keine Zeitverschiebung – kein Jetlag bei Kindern. Mehr zu Direktflügen im Direktflug-Artikel.
Häufige Fragen zu Lanzarote mit Kindern
Ist Lanzarote gut für Familien mit Kleinkindern?
Ja – Lanzarote zählt zu den familienfreundlichsten Kanarischen Inseln. Flaches Wasser an vielen Stränden, kurze Flugzeiten ohne Zeitverschiebung, gut ausgebaute Infrastruktur und ganzjähriges Badewetter machen die Insel auch für Familien mit Babys und Kleinkindern zur sicheren Wahl.
Was kostet der Eintritt für Kinder in Timanfaya?
Kinder unter 12 Jahren zahlen einen reduzierten Eintritt, Kinder unter 6 Jahren sind in der Regel frei. Die Preise ändern sich gelegentlich – aktuelle Tarife am Parkeingang oder auf der offiziellen Website des Cabildo de Lanzarote prüfen.
Welcher Aquapark ist am besten für kleine Kinder?
Der Aquapark Costa Teguise ist am besten für Kleinkinder geeignet – flache Becken, sanfte Rutschen, überschaubare Größe. Der Aqualava in Playa Blanca ist moderner und vielfältiger, gut für gemischte Gruppen mit Kindern verschiedener Altersgruppen. Rancho Texas empfiehlt sich ab ca. 6 Jahren.
Gibt es auf Lanzarote Kinderärztinnen?
Ja – auf Lanzarote gibt es pädiatrische Praxen in Arrecife (Hauptstadt) sowie in den größeren Ferienorten. Im Verzeichnis findet ihr Ärzte nach Standort. Für nicht dringende Beschwerden empfiehlt sich ein Blick in die nächste Apotheke – die Apotheker auf Lanzarote sind gut ausgebildet und helfen bei häufigen Kinderbeschwerden (Sonnenbrand, Durchfall, leichtes Fieber) kompetent weiter.
Sind die Strände auf Lanzarote sicher für Kinder?
Die Strände in den Ferienorten (Puerto del Carmen, Costa Teguise, Playa Blanca) sind in der Regel bewacht und relativ ruhig. Unbedingt meiden mit kleinen Kindern: Playa de Famara (starke Strömungen, Surferwellen) und die Felsküste im Westen und Norden. Blaue Flagge = offizielle Sicherheitsprüfung bestanden.
Ist Lanzarote für Kinder geeignet?
Ja – Lanzarote ist eine der kinderfreundlichsten Inseln Europas. Ganzjähriges Badewetter, keine Zeitverschiebung, flache Sandstrände, Aquaparks, Timanfaya und Bootsausflüge mit Delfinen machen die Insel für alle Altersgruppen attraktiv. Selbst für Babys und Kleinkinder ist das Angebot gut – ruhige Strände, Ferienwohnungen mit Küche, gut erreichbare Ärzte und Apotheken.
Welche kanarische Insel ist die beste für Kinder?
Lanzarote und Teneriffa sind die beiden familienfreundlichsten Kanarischen Inseln. Lanzarote punktet mit Überschaubarkeit, kürzeren Anfahrten zu den Attraktionen und weniger Massentourismus. Teneriffa hat mehr Freizeitparks (Loro Parque, Siam Park) und eine größere Auswahl, ist aber auch voller und lauter. Für ruhigere Familienurlaube mit Naturerlebnissen liegt Lanzarote vorne.
Ist Lanzarote ein sicheres Reiseziel für Familienurlaube?
Ja. Lanzarote ist politisch stabil, die Kriminalitätsrate niedrig und die touristische Infrastruktur gut ausgebaut. An den bewachten Stränden in den Ferienorten ist das Baden sicher. Gesundheitlich gilt: Sonnenschutz LSF 50+ für Kinder, kein Leitungswasser für Babys, Reisekrankenversicherung mitbringen. Im Notfall ist 112 rund um die Uhr erreichbar.
Welche Aktivitäten gibt es auf Lanzarote für Kinder?
Das Angebot ist groß: Aquaparks (Costa Teguise, Playa Blanca, Rancho Texas), Kamelritte in Timanfaya, Bootsausflüge mit Delfinen, Glasbodenboot und Submarine Safari in Puerto Calero, Jameos del Agua mit dem blinden Höhlenkrebs, Surfkurse für Teenager, Minigolf und Go-Karts für Abendprogramm. Dazu die schönsten Familienstände der Insel – Matagorda, Las Cucharas, Playa Dorada.
Was sollte man auf Lanzarote mit Kindern vermeiden?
- Playa de Famara: schöner Strand, aber starke Strömungen – nicht für kleine Kinder
- Mittagssonne 12–15 Uhr: besonders gefährlich für Kinder, da der Atlantikwind die UV-Intensität verschleiert
- Leitungswasser für Babys: technisch trinkbar, aber für Säuglinge abgepacktes Wasser empfohlen
- Timanfaya ohne Vorabticket im Hochsommer: Wartezeiten können lang werden
- Felsküsten im Westen ohne lokale Kenntnisse: kein Sandstrand, starker Wellengang
Was sind die Geheimtipps für Lanzarote mit Kindern?
La Graciosa per Fähre: Die kleine Nachbarinsel mit weißem Sand und türkisblauem Wasser ist touristisch kaum erschlossen – ein ruhiger Traumtag für Familien, die dem Trubel entfliehen wollen. Cueva de los Verdes: Die beleuchtete Lavahöhle hat eine Überraschung am Ende, die Kinder (und Eltern) begeistert. Submarine Safari: Ein echtes U-Boot – cooler als jeder Aquapark für Kinder zwischen 6 und 14. Caletón Blanco: Natürliche Lavapools im Norden, perfekt als Geheimtipp-Badespot (mehr im Strandführer).
Was tun, wenn das Kind krank wird?
Zum Arzt gehen – das ist der einfachste Rat. Im Verzeichnis gibt es Allgemeinärzte und Kinderärzte nach Ort. Im Notfall immer 112 anrufen. Wer eine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) hat, kann öffentliche Gesundheitsversorgung in Spanien kostenlos in Anspruch nehmen. Zusätzliche Reisekrankenversicherung ist dennoch empfehlenswert.
Die wichtigsten Punkte im Überblick
Lanzarote ist eine der familienfreundlichsten Inseln Europas – mit ganzjährigem Badewetter, kurzen Flugzeiten ohne Jetlag und einem breiten Angebot für jedes Kindesalter. Aquaparks in Costa Teguise, Playa Blanca (Aqualava) und Puerto del Carmen (Rancho Texas), Kamelritte in Timanfaya, Delfinbeobachtung vom Boot und die Höhlenwunder des Jameos del Agua machen jeden Tag abwechslungsreich.
Für Kleinkinder: flache Strände wie Matagorda und Playa Dorada, kein Leitungswasser für Babys, LSF 50+ einpacken und die Mittagssonne meiden. Apotheken sind gut erreichbar, Ärzte im Verzeichnis zu finden – für alle Fälle.
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