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Zwei Taucher im kristallklaren Atlantik vor Lanzarote – Blick von unten aufs Boot

Tauchen auf Lanzarote – die besten Tauchplätze, Spots und Geheimtipps

Tauchen auf Lanzarote: Playa Chica, Blue Hole, El Ascensor, Charco del Palo, Museo Atlántico. Die besten Tauchplätze, Tauchschulen und Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene.

Warum Lanzarote für Taucher ein außergewöhnliches Ziel ist

Lanzarote ist unter Tauchern weit bekannter als unter Badeurlaubern. Die Insel bietet etwas, das man an vielen mediterranen Tauchzielen vergeblich sucht: kristallklares Atlantikwasser mit 20–25 Metern Sicht, eine dramatische Unterwassertopografie aus Lavaröhren, Tunneln und Bögen, und eine Artenvielfalt, die Karibik-Niveau erreicht. Dazu kommt ein ganzjähriges Tauchklima – die Wassertemperaturen fallen selbst im tiefsten Winter nicht unter 18 °C.

Was Lanzarote von anderen Tauchzielen auf den Kanaren unterscheidet: die Kombination aus Zugänglichkeit und Vielfalt. Wer in Puerto del Carmen urlaubt, taucht zu Fuß vom Strand ab. Wer weiter sucht, findet im Norden Geheimtipps, die selbst langjährige Lanzarote-Besucher nicht kennen. Und wer das Besonderste will, taucht zum Museo Atlántico – dem einzigen Unterwassermuseum Europas, ein paar Meter vor dem Strand von Playa Blanca.

Die wichtigsten Tauchzentren auf Lanzarote – wo Taucher ankern

Puerto del Carmen: das Herz des Tauchsports auf Lanzarote

Puerto del Carmen ist der wichtigste Tauchstandort der Insel – und das aus gutem Grund. Gleich mehrere renommierte Tauchschulen haben hier ihren Stützpunkt, darunter Manta Diving Lanzarote, Aquatis Diving und Dive Lanzarote. Die meisten betreiben Boote vom Hafen aus und bieten täglich geführte Tauchgänge zu den nahegelegenen Spots an.

Der Hafen von Puerto del Carmen selbst ist ein Tauchplatz – Muränen, Tintenfische und Rochen leben zwischen den Ankerketten und Booten. Ideal für Nachttauchgänge und als Einstieg für zertifizierte Taucher, die selbstständig ins Wasser wollen.

Playa Blanca: Tauchen im Süden mit Museumsflair

Playa Blanca im Süden der Insel hat in den letzten Jahren als Tauchstandort deutlich an Bedeutung gewonnen – vor allem wegen der Nähe zum Museo Atlántico und den exzellenten Spots rund um Playa Flamingo. Windblue Sports ist hier der empfohlene Anbieter: professionell, mit eigenem Boot, bietet neben klassischen Fundivertauchgängen auch technisches Tauchen und Tauchen mit Scootern an.

Die besten Tauchplätze auf Lanzarote – Puerto del Carmen und Umgebung

Playa Chica – der Klassiker und Ausgangspunkt für viele Spots

Playa Chica (“kleiner Strand”) ist der berühmteste Einstiegspunkt für Taucher auf Lanzarote – und ein Ort, an dem Anfänger wie Profis gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Von der kleinen Bucht am südlichen Ende von Puerto del Carmen aus geht es direkt ins offene Meer, an einem natürlichen Riff entlang.

Das Unterwasserleben hier ist bemerkenswert dicht: Engelhaie (lat. Squatina squatina) ruhen tagsüber auf dem Sandboden, Trompetenfische hängen vertikal zwischen Rifffelsen, Muränen lugen aus Spalten, und Zackenbarsche bewachen ihr Territorium. Kein Boot nötig – Playa Chica ist kaum 10 Minuten Fahrt vom Ort entfernt und fußläufig erreichbar.

Von Playa Chica aus sind auch Blue Hole, La Cueva de las Gambas, Richie’s Place und La Catedral per Boot erreichbar.

Tiefe: 5–16 Meter. Schwierigkeitsgrad: Anfänger bis Fortgeschrittene. Besonderheit: Engelhaie, kein Boot nötig, Hub für viele Weiterspots.

Blue Hole – verstecktes Loch in der Lavawand

Das Blue Hole ist einer der faszinierendsten Spots rund um Playa Chica: ein natürliches Loch in der Lavawand, durch das das Licht von oben wie ein blauer Strahl hereinbricht. Taucher schwimmen durch den Eingang und können sich vom Lichtkegel leiten lassen – ein kurzer, eindrucksvoller Durchgang, der auch für fortgeschrittene Mittelstufen-Taucher machbar ist.

Tiefe: ca. 10–18 Meter. Schwierigkeitsgrad: Mittelstufe. Besonderheit: Lichteffekte im Lavatunnel, nah an Playa Chica.

La Cueva de las Gambas – für erfahrene und technische Taucher

La Cueva de las Gambas (“die Krabbenhöhle”) ist ein anspruchsvoller Tieftauchspot, ebenfalls von Playa Chica aus per Boot erreichbar. Die Höhle liegt in rund 40 Metern Tiefe und ist aufgrund ihrer Tiefe und der Dunkelheit im Inneren ausschließlich für sehr erfahrene oder technische Taucher geeignet – kein Tauchgang für Einsteiger oder ohne entsprechende Zertifizierung und Ausrüstung.

Tiefe: ~40 Meter. Schwierigkeitsgrad: Nur sehr erfahrene/technische Taucher. Besonderheit: Tiefhöhle, spektakuläres Höhlenumfeld.

Richie’s Place – Bootspot mit Charakter

Richie’s Place ist ein beliebter Bootspot der lokalen Tauchcommunity, der von Playa Chica angesteuert wird. Der Spot bietet eine abwechslungsreiche Topografie aus Lavaformationen, Spalten und offenem Sandboden – mit guten Chancen auf Muränen, Zackenbarsche und gelegentlich Rochen. Kein Massenbetrieb, dafür ein Spot, den Guides gerne für die zweite Tauchgangsrunde wählen.

Tiefe: 12–25 Meter. Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene Anfänger bis Mittelstufe. Besonderheit: Vielfältige Topografie, wird mit Boot von Playa Chica angefahren.

La Catedral – Lavabögen und natürliche Kathedralen

La Catedral liegt vor Puerto del Carmen und ist nach einem spektakulären Unterwasserbogen benannt, der durch jahrtausendealte Vulkanaktivität entstanden ist. Durch den Bogen tauchen, wenn das Licht von außen ins Dunkel fällt – das ist eine der einprägsamsten Erfahrungen, die Lanzarote unter Wasser bietet.

Der Spot wird von den meisten Tauchschulen in Puerto del Carmen täglich angeboten. Häufige Sichtungen: Muränen, Oktopusse, Rochen auf dem Sandboden vor dem Bogen.

Tiefe: 12–22 Meter. Schwierigkeitsgrad: Mittelstufe. Besonderheit: Lavabögen, häufige Oktopus-Sichtungen.

Pecios de Puerto del Carmen – die Wracks vor der Küste

Vor Puerto del Carmen liegen mehrere Pecios (Wracks), die bewusst als künstliche Riffe versenkt wurden. Die versenkten Boote sind inzwischen dicht mit Korallen, Schwämmen und Seeringelwürmern bewachsen und bieten Lebensraum für Muränen, Tintenfische und Schwärme kleiner Fische. Wrack-Tauchgänge lassen sich gut mit anderen Spots der Zone kombinieren und sind für zertifizierte Taucher mittlerer Erfahrung gut geeignet.

Tiefe: je nach Wrack ca. 18–28 Meter. Schwierigkeitsgrad: Mittelstufe. Besonderheit: Bewachsene Wracks, künstliche Riffe, gute Fotospots.

Tauchen im Süden: Playa Blanca und Playa Flamingo

Playa Flamingo – einer der besten Spots der Insel

Playa Flamingo gehört zu den Top-Tauchplätzen auf Lanzarote, die außerhalb der Puerto-del-Carmen-Bubble kaum bekannt sind. Der Spot vor der gleichnamigen Bucht in Playa Blanca bietet klares Wasser, reiche Meeresfauna und eine abwechslungsreiche Unterwassertopografie aus Lavafeldern und Sandboden. Engelhaie, Muränen, Rochen und Oktopusse sind regelmäßige Begegnungen.

Tiefe: 5–20 Meter. Schwierigkeitsgrad: Anfänger bis Fortgeschrittene. Besonderheit: Exzellente Sichtverhältnisse, nahe an Playa Blanca, attraktiv für alle Levels.

Las Coloradas – der zweite Tauchgang zum Museo Atlántico

Las Coloradas liegt direkt an der Küste nahe Playa Blanca und wird von vielen Tauchanbietern als zweiter Tauchgang mit dem Museo Atlántico kombiniert. Die Unterwassertopografie bietet Lavaformationen, Sandflächen und gute Bedingungen für Makrofotografie – Oktopusse, Nudibranchier und Muränen sind häufige Begegnungen. Der Spot ist ruhiger als die Spots in Puerto del Carmen und passt gut zur Tagesgestaltung im Süden.

Tiefe: 8–20 Meter. Schwierigkeitsgrad: Anfänger bis Mittelstufe. Besonderheit: Klassischer Zweittauchgang nach dem Museo Atlántico, gute Makrowelt.

Das Museo Atlántico – das einzige Unterwassermuseum Europas

Vor dem Strand von Playa Blanca liegt in 12 bis 14 Metern Tiefe eine der ungewöhnlichsten Kunstinstallationen der Welt: das Museo Atlántico des britischen Bildhauers Jason deCaires Taylor. Über 300 lebensgroße Betonstatuen wurden auf dem Meeresboden arrangiert – nachdenkliche Menschenfiguren, die langsam von Korallen überwachsen werden. Das Konzept: Kunst als künstliches Riff, das gleichzeitig Meereslebensraum schafft und über den Klimawandel nachdenken lässt.

Das Museo Atlántico ist das einzige Unterwassermuseum in Europa – und das erste seiner Art im Atlantik. Ein Besuch erfordert einen Tauchschein (für den vollen Tauchgang) oder kann als Schnorcheltour gebucht werden (Oberflächensichtung der flacheren Bereiche). Alle Details, wie man hinkommt, was man sieht und wie der Tauchgang läuft: in unserem Museo Atlántico Artikel.

Geheimtipps: Tauchen im Norden von Lanzarote

El Ascensor – Lavatunnel im Norden der Insel

El Ascensor (“der Aufzug”) ist einer der ungewöhnlichsten Tauchgänge auf Lanzarote – und liegt im Norden der Insel, nicht in Puerto del Carmen. Der Name ist Programm: Man taucht in einen Lavatunnel ein, dessen Eingang bei etwa 8 Metern liegt, und folgt dem Tunnel hinab bis zum Ausgang bei rund 35 Metern – wie ein Aufzugsschacht aus Lavagestein. Das Erlebnis, durch den dunkler werdenden Tunnel zu gleiten und am Ende ins offene blaue Wasser auszutauchen, ist unter Tauchern kaum zu übertreffen.

An den Tunnelwänden wachsen Weichkorallen, Schwämme und Gorgonien. Tintenfische tarnen sich im Lavasgestein, während Zackenbarsche die Strömungen nutzen. Nur per Boot erreichbar – für Taucher mit Tiefen- und idealerweise Höhlenzertifizierung.

Tiefe: 8–35 Meter. Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene, Tiefenzertifizierung empfohlen. Besonderheit: Kompletter Lavatunnel als Aufzugsschacht, einmaliges Erlebnis.

Charco del Palo – das unbekannteste Tauchparadies der Insel

Charco del Palo ist ein kleines Dorf an der Nordostküste Lanzarotes – und einer der bestgehüteten Tauch-Geheimtipps der Insel. Das Dorf ist als naturistisches Ferienzentrum bekannt, was dazu beiträgt, dass es von klassischen Pauschaltouristen weitgehend gemieden wird. Für Taucher ist das ein Segen.

Das Wasser vor Charco del Palo ist außergewöhnlich klar, fast windgeschützt durch die geografische Lage im Nordosten, und das Meeresgebiet ist kaum betaucht. Tintenfische, Rochen, Muränen und Schildkröten tauchen regelmäßig auf. Der Einstieg direkt vom felsigen Ufer ist einfach – ein Mietwagen, etwas Eigeninitiative und die Bereitschaft, ohne geführten Tauchgang ins Wasser zu gehen, reichen aus.

Tipp: Charco del Palo liegt auf dem Weg nach Arrieta und Órzola – gut kombinierbar mit einem Besuch an der Nordküste oder Caletón Blanco (mehr dazu im Strandführer).

Órzola und die Nordspitze – Großfische und La Graciosa

Die Nordspitze der Insel rund um Órzola ist wenig betaucht und entsprechend wildreich. Thunfische, Barrakudas und gelegentlich auch Delfine sind in diesen Gewässern keine Seltenheit. Von Órzola aus fahren auch Tauchboote nach La Graciosa – die kleine vorgelagerte Insel, deren Gewässer als Meeresschutzgebiet noch intakter sind als die der Hauptinsel.

Wer Delfine sehen will: Die besten Chancen bestehen bei Bootsfahrten von Órzola oder Puerto Calero von April bis Oktober, wenn der Atlantik ruhiger ist und Delfinschulen häufiger nahe der Küste auftauchen.

Wo ist es auf Lanzarote am wenigsten windig – und warum das fürs Tauchen wichtig ist

Der Nordostpassat prägt Lanzarote – und er ist das größte Hindernis für Taucher. Wenn der Wind stark weht, ist der Wellengang an exponierten Spots zu hoch, und Tauchgänge werden abgesagt. Die windgeschütztesten Bereiche der Insel sind:

  • Der Süden (Playa Blanca, Papagayo-Halbinsel, Playa Flamingo): durch die geografische Lage am meisten geschützt vor dem Nordpassat. Hier sind Tauchgänge auch bei mittlerem Wind möglich.
  • Die Ostküste (Puerto del Carmen, Costa Teguise): ebenfalls relativ windgeschützt, da der Passat aus dem Nordosten kommt und die Insel selbst als Schutz wirkt.
  • Charco del Palo und die Nordostküste: überraschend ruhig trotz der nördlichen Lage, da die Bucht etwas nach innen zeigt.

Tauchschulen auf Lanzarote – wer die besten Guides hat

Die meisten Tauchschulen auf Lanzarote haben ihren Sitz in Puerto del Carmen, einige in Playa Blanca und Costa Teguise. Alle seriösen Schulen sind bei PADI, SSI oder CMAS zertifiziert und bieten folgendes an:

  • Schnuppertauchen (Discover Scuba): für Nicht-Taucher, 1 Tauchgang begleitet, keine Vorkenntnisse nötig
  • Open Water Kurs (PADI OW): der internationale Einsteiger-Kurs, ca. 3–4 Tage, danach weltweit zertifiziert bis 18 Meter
  • Advanced Open Water: nächste Stufe, Tiefen bis 30 Meter, zusätzliche Spezialitäten
  • Geführte Fundivertauchgänge: für bereits zertifizierte Taucher, 1–2 Tauchgänge täglich per Boot

Die wichtigsten Anbieter: Manta Diving Lanzarote (Puerto del Carmen, langjährige Erfahrung), Aquatis Diving (Puerto del Carmen, PADI 5-Sterne), Barracuda Dive Centre (Playa Blanca, Museo-Atlántico-Trips), Windblue Sports (Playa Blanca, Playa Flamingo und Südküste).

Technisches Tauchen auf Lanzarote – für Fortgeschrittene

Lanzarote bietet auch für technische Taucher interessante Spots: El Ascensor im Norden, La Cueva de las Gambas in 40 Metern Tiefe nahe Playa Chica, und weitere Höhlenpassagen im Norden sind für Taucher mit Tiefen- und Höhlenzertifizierung zugänglich. Einige Tauchschulen in Puerto del Carmen bieten Tec-Kurse an – für diesen Bereich empfiehlt sich gezielte Recherche nach spezialisierten Anbietern vor der Reise.

Tauchtauglichkeit, Druckkammer und Versicherung – was man vor dem Tauchen wissen muss

Tauchtauglichkeitsuntersuchung auf Lanzarote

Wer regelmäßig taucht oder einen Tauchkurs absolvieren möchte, braucht ein ärztliches Tauchtauglichkeitsattest. Auf Lanzarote bieten mehrere Ärzte und Kliniken diese Untersuchung an. Eine bekannte Anlaufstelle ist Dr. Mager in Playa Blanca – der Praxis liegt in direkter Nähe zu Windblue Sports und ist bei lokalen Tauchern und Expats gut etabliert. Auch andere Allgemeinärzte und Sportmediziner auf der Insel führen Tauchtauglichkeitsuntersuchungen durch.

Die Untersuchung umfasst in der Regel ein EKG, Lungenfunktionstest, Blutdruckmessung und eine allgemeine körperliche Untersuchung. Wer bereits einen Termin beim Arzt auf Lanzarote benötigt, findet im Verzeichnis eine Übersicht aller Praxen.

Druckkammer: HIPEROX Lanzarote in Arrecife

Im Hospital General de Lanzarote in Arrecife befindet sich die HIPEROX Lanzarote – die hyperbare Druckkammer der Insel. Bei Tauchunfällen mit Dekompressionskrankheit (DCS) oder Lungenüberdehnung ist die HIPEROX die erste Anlaufstelle. Im Notfall immer zuerst 112 anrufen – die Leitstelle koordiniert den Transport und informiert die Kammer.

Für Taucher gilt: Die Druckkammer ist vorhanden und erreichbar, aber die beste Vorsorge ist sorgfältiges Tauchen – Tauchcomputer, konservative Dekotabellen und kein Fliegen innerhalb von 24 Stunden nach dem letzten Tauchgang.

Tauchversicherung – Pflicht, nicht Option

Eine Tauchversicherung ist beim Tauchen auf Lanzarote unverzichtbar. Druckkammerbehandlungen sind teuer – eine einzige Behandlung kann mehrere tausend Euro kosten, die keine normale Reisekrankenversicherung abdeckt. Die bekanntesten Anbieter für internationale Tauchversicherungen sind DAN Europe (Divers Alert Network) und PADI Insurance. Viele Tauchschulen auf Lanzarote verlangen vor dem Tauchgang einen Versicherungsnachweis oder bieten eine Tagesversicherung vor Ort an.

Häufige Fragen zum Tauchen auf Lanzarote

Kann man auf Lanzarote tauchen?

Ja – Lanzarote ist eines der besten Tauchziele Europas. Klares Wasser (Sichtweite bis 25 Meter), warme Temperaturen ganzjährig (18–24 °C), vielfältige Unterwassertopografie aus Lava und eine reiche Meeresfauna machen die Insel zu einem Top-Tauchziel für Anfänger und Profis.

Wo sind die besten Tauchplätze auf Lanzarote?

Die Top-Spots: Playa Chica (Puerto del Carmen, Einstieg vom Strand, Hub für Blue Hole, Richie’s Place, La Catedral), Pecios de Puerto del Carmen (Wracks), Playa Flamingo (Playa Blanca, exzellente Sicht), Museo Atlántico (Unterwasserkunst, Playa Blanca) und Charco del Palo (Geheimtipp im Norden). Für technische Taucher: El Ascensor (Lavatunnel, Norden) und La Cueva de las Gambas (40m Tiefhöhle, nahe Playa Chica).

Welche kanarische Insel ist am besten zum Tauchen?

Das ist Geschmackssache – aber Lanzarote und La Palma gelten unter Tauchern als die besten Kanaren-Inseln. Lanzarote punktet mit Zugänglichkeit, professioneller Tauchinfrastruktur und dem Museo Atlántico. La Palma hat weniger Taucher, aber noch ursprünglichere Riffe. Gran Canaria hat die meisten Tauchschulen, Teneriffa gute Wale-Sichtungen.

Wie tief liegt das Unterwassermuseum auf Lanzarote?

Das Museo Atlántico liegt in 12 bis 14 Metern Tiefe vor der Küste von Playa Blanca. Es ist für zertifizierte Taucher ab Open Water Level zugänglich. Teile der Installation liegen auch in 7–8 Metern, die per Schnorcheln von der Oberfläche teilweise sichtbar sind. Mehr Details im Museo Atlántico Artikel.

Warum ist das Museo Atlántico ungewöhnlich?

Das Museo Atlántico ist das erste Unterwassermuseum im Atlantik und das einzige in Europa. Bildhauer Jason deCaires Taylor hat über 300 Betonskulpturen auf dem Meeresboden installiert – sie dienen gleichzeitig als Kunstwerk und als künstliches Riff, das Korallen, Fische und andere Meeresbewohner anzieht. Die Skulpturen verändern sich über die Jahre durch Bewuchs – ein “lebendes” Museum.

Kann man in Lanzarote Orcas sehen?

Orcas werden in den Gewässern um Lanzarote gelegentlich gesichtet – sie sind jedoch keine Dauererscheinung. Delfine (Gemeine Delfine und Große Tümmler) sind deutlich häufiger anzutreffen, besonders auf Bootfahrten von Órzola oder Puerto Calero. Wale (Pilotwale, gelegentlich Pottwale) kommen ebenfalls vor, vor allem im Frühjahr und Herbst.

Wo kann man auf Lanzarote Delfine sehen?

Die besten Chancen auf Delfinbeobachtungen haben Passagiere von Whale-Watching-Booten von Puerto Calero oder Playa Blanca. Von April bis Oktober sind Delfine am häufigsten nah an der Küste. Auch Taucher an der Nordspitze (Órzola, La Graciosa) berichten regelmäßig von Delfinsichtungen unter Wasser.

Welcher Monat ist am besten für Delfinbeobachtungen?

April bis Oktober – wenn der Atlantik ruhiger ist und Fischgründe nahe an der Küste liegen. Die absoluten Spitzenmonate sind Mai, Juni und September: wenig Wind, ruhiges Wasser, gute Sicht. In den Wintermonaten gibt es mehr Wellengang, was Sichtungen seltener und Boote seltener macht.

Was sind die schönsten Ecken und Geheimtipps zum Tauchen auf Lanzarote?

Charco del Palo (Nordostküste, kaum betaucht, exzellente Sicht), Playa Flamingo (Playa Blanca, wenig frequentiert, reiches Meeresleben), und die Nordspitze bei Órzola (Großfische, Delfine, La Graciosa). Wer das Abenteuer sucht: El Ascensor im Norden und La Cueva de las Gambas nahe Playa Chica – beides Spots, die selbst erfahrene Taucher fordern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

Lanzarote bietet ganzjähriges Tauchen in klarem Atlantikwasser mit exzellenter Infrastruktur. Die Top-Spots rund um Puerto del Carmen (Playa Chica, Blue Hole, Richie’s Place, La Catedral, Pecios) sind für alle Levels zugänglich. Im Süden punkten Playa Flamingo und das Museo Atlántico. Im Norden warten El Ascensor (der einmalige Lavatunnel-Aufzug) und Charco del Palo als Geheimtipps auf Taucher, die den Massentourismus meiden wollen.

Für einen sicheren Tauchgang: immer mit einer zertifizierten Tauchschule, Tauchcomputer mitnehmen, SMB dabei haben, und bei starkem Wind die Bedingungen prüfen. Die Kanaren-Gewässer sind sicher – aber Respekt vor Strömungen und Tiefen ist Pflicht.

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