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Engelhai (Squatina squatina) im Sand getarnt – Charco del Palo, Lanzarote. Foto: Tony Glibert / IUCN SSG

Haie auf Lanzarote: Gibt es gefährliche Haie & Engelhaie?

Gibt es Haie auf Lanzarote? Ja – vor allem Engelhaie werden regelmäßig gesehen. Wie gefährlich sie sind, wo sie vorkommen und wie man sich richtig verhält.

Wenn Urlauber auf Lanzarote fragen, ob es Haie gibt – die Antwort lautet: ja. Besonders bekannt ist der Engelhai (Squatina squatina), der regelmäßig in den flachen Küstengewässern der Insel vorkommt. Er ist kein Raubfisch im klassischen Sinne und hat kein Interesse an Badegästen – aber wer ihn bedrängt oder erschreckt, kann eine defensive Reaktion auslösen.

Ja, vor Lanzarote leben Haie. Besonders bekannt ist der Engelhai (Squatina squatina), der regelmäßig in den Gewässern der Kanaren vorkommt. Er sollte nicht berührt oder bedrängt werden. Wer Abstand hält und das Tier nicht stört, minimiert das Risiko einer defensiven Reaktion. Die Kanaren gelten als eines der letzten intakten Aufzuchtgebiete des kritisch gefährdeten Engelhais.

Gibt es Haie auf Lanzarote?

Ja. Für Strand- und Schnorchelurlauber ist die relevante Art der Engelhai – er hält sich in Tiefen von 0 bis etwa 100 Metern auf, bevorzugt flache Sandbuchten und kommt damit in den Bereich, den auch Schwimmer und Schnorchler nutzen.

Andere Haiarten existieren im Atlantik vor den Kanaren – Blauhaie, Hammerhaie, Seidenhaie – aber sie leben im offenen Wasser weit vor der Küste. Eine Begegnung mit diesen Arten beim Baden oder Schnorcheln in einer Küstenbucht ist äußerst unwahrscheinlich.

Welche Haiarten gibt es auf Lanzarote?

Der Engelhai ist die einzige Art, die regelmäßig in Küstennähe anzutreffen ist. Andere im atlantischen Gewässer vorkommende Arten (Blauhai, Kurzflossen-Mako, Hammerhai) halten sich im offenen Ozean fernab der Badestrände auf.

Engelhai auf Lanzarote

Der Engelhai sieht aus wie eine Kreuzung zwischen Hai und Rochen: sein Körper ist abgeflacht, seine Brustflossen sind breit ausgestellt, er liegt flach auf dem Meeresgrund. Die typische Haiform – schlanker Körper, Rückenflossen, Schwanzflosse – sucht man bei ihm vergeblich.

Er jagt nachts und ist tagsüber praktisch regungslos im Sand vergraben. Seine Tarnfärbung – sandfarben, mit feinen dunklen Flecken – macht ihn für das menschliche Auge nahezu unsichtbar. Taucher berichten regelmäßig, dass sie erst bei näherem Hinsehen realisieren, dass der „Fleck auf dem Sandboden“ ein Tier ist.

Der Engelhai frisst kleine Fische, Tintenfische und Krebstiere, die er von unten überrascht. Er ist träge, langsam und zeigt kein aktives Interesse an Menschen.

Ist der Engelhai gefährlich?

Nicht für jemanden, der ausreichend Abstand hält und ihn in Ruhe lässt. Bekannte Bisse des Engelhaies passierten ausnahmslos in Situationen, in denen das Tier erschreckt, angefasst oder in die Enge getrieben wurde.

Der Vorfall in Playa Honda im Mai 2026 ist das jüngste dokumentierte Beispiel: Ein Taucher kam einem ruhenden Engelhai zu nahe, dieser biss – und schwamm danach weg. Kein Verfolgungsangriff, keine Eskalation. Rein defensives Verhalten.

Zum Vergleich: Die Verletzungsgefahr durch Seeigel beim Tritt ins flache Wasser ist statistisch weitaus höher als durch einen Engelhai.

Kann ein Engelhai beißen?

Ja. Ein Engelhai kann sich mit einem Biss verteidigen, wenn er gestört, erschreckt oder bedrängt wird. Deshalb: Abstand halten, nicht anfassen, und im Sand liegende Tiere nicht provozieren.

Die Zähne des Engelhaies sind klein, aber scharf – ein Biss erzeugt in der Regel eine scharfe Schnittwunde. Tiefe Verletzungen oder Knochenbrüche sind nicht typisch. Das Tier setzt seinen Biss als Abwehrreaktion ein, nicht als Jagdverhalten.

Wie verhalte ich mich bei einer Begegnung?

  • Abstand halten – mindestens 2–3 Meter, idealerweise mehr. Der Engelhai braucht das Gefühl, jederzeit wegschwimmen zu können.
  • Nicht anfassen – weder mit der Hand noch mit einer Flosse.
  • Nicht einkreisen oder von oben ansteuern – Bewegungen aus unerwarteten Richtungen wirken für das Tier bedrohlich.
  • Ruhig zurückweichen – wenn man einen Engelhai entdeckt, langsam zurückschwimmen, ohne Hektik, und das Tier beobachten ohne es zu stören.
  • Keine Unterwasser-Lampen direkt ins Gesicht – direktes Blitzlicht kann Tiere erschrecken.

Kurz zusammengefasst: in Ruhe lassen, Abstand halten, genießen.

Wo werden Engelhaie gesehen?

Playa Flamingo, Playa Blanca — der verlässlichste Sichtungsspot der Insel. Die ruhige, flache Sandbodenbay macht ihn ideal. Tauch- und Schnorcheltouren ab Playa Blanca sind explizit auf Engelhai-Sichtungen ausgerichtet.

Playa Honda, Arrecife — eine flache Bucht südlich des Flughafens. Engelhaie kommen hier vor; der Vorfall vom Mai 2026 zeigt exakt, was passiert, wenn man einem Tier zu nahe kommt und es keinen Ausweg mehr hat.

Playa Chica, Puerto del Carmen — bekannter Schnorchelspot mit flachem Sandboden und ruhigem Wasser. Engelshaie sind hier regelmäßig anzutreffen.

Museo Atlántico, Lanzarote — das Unterwassermuseum liegt in einem Bereich, in dem Engelshaie bekannt sind. Tauchzentren auf Lanzarote bieten gezielte Ausflüge dorthin an.

Wann sieht man Engelhaie auf Lanzarote?

Die Kanaren – und damit auch Lanzarote – sind ein wichtiges Aufzuchtgebiet für den Engelhai. Die Hauptsaison für ausgewachsene Tiere liegt im Winter: November bis März/April. In dieser Zeit kommen trächtige Weibchen in flacheres Küstenwasser. November gilt als besonders interessanter Monat, da dies auch die Paarungszeit ist. Im Sommer sind es vor allem Jungtiere, die in Ufernähe anzutreffen sind.

Was tun bei einem Biss?

Engelhai-Bisse an Badeurlaubern sind selten. Wenn es passiert, entsteht in der Regel eine scharfe Schnittwunde. Sofortmaßnahmen:

  1. Aus dem Wasser gehen – um Blutverlust zu stoppen und weitere Begegnungen zu vermeiden.
  2. Wunde sauber waschen – mit sauberem Wasser, nicht mit Meerwasser.
  3. Druck auf die Wunde – mit einem sauberen Tuch, bis die Blutung nachlässt.
  4. Arzt aufsuchen – Meerwasserwunden können sich schnell entzünden. Auch eine augenscheinlich kleine Schnittwunde sollte ärztlich versorgt werden. Details zur Wundversorgung: Schnittwunde auf Lanzarote.
Bei stark blutender oder tiefer Wunde:

112 anrufen. Das ist die europäische Notrufnummer, auch von deutschen Mobiltelefonen aus Spanien erreichbar. Starken Druck auf die Wunde halten bis Hilfe eintrifft.

📞 112 anrufen

Warum ist der Engelhai geschützt?

Der Engelhai ist in Europa vom Aussterben bedroht. Das Angel Shark Conservation Network (ASCN) dokumentiert einen Rückgang des Verbreitungsgebietes um 58 Prozent gegenüber historischen Daten. In weiten Teilen des Mittelmeers ist die Art nahezu verschwunden.

Die Kanaren gelten als eines der letzten intakten Aufzuchtgebiete weltweit. In Spanien ist der Engelhai durch die Ley 42/2007 vollständig geschützt – Fang, Verletzung oder Störung sind strafbar. Sichtungen können online bei angelsharknetwork.com gemeldet werden und helfen aktiv bei der Bestandskartierung.

Häufige Fragen

Gibt es auf Lanzarote Haie? Ja. Der Engelhai (Squatina squatina) kommt regelmäßig in den Küstengewässern vor. Andere Haiarten (Blauhai, Hammerhai) leben im offenen Atlantik weit von den Stränden entfernt.

Sind Haie auf Lanzarote gefährlich für Schwimmer? Der Engelhai – der einzige Hai, der regelmäßig in Küstennähe vorkommt – verhält sich defensiv: Bisse passieren ausschließlich wenn das Tier erschreckt, angefasst oder in die Enge getrieben wird. Wer ihn in Ruhe lässt und Abstand hält, hat nichts zu befürchten.

Kann ein Engelhai beißen? Ja. Der Engelhai kann defensiv beißen, wenn er bedrängt wird. Deshalb: Abstand halten (mindestens 2–3 Meter), nicht anfassen, im Sand liegende Tiere nicht provozieren. Sein Biss erzeugt typischerweise eine scharfe Schnittwunde, keine tiefen Verletzungen.

Welche Haiarten gibt es auf Lanzarote? Für Strand- und Schnorchelurlauber relevant ist nur der Engelhai (Squatina squatina). Andere Arten (Blauhai, Hammerhai) leben im offenen Atlantik.

Wo sieht man Engelshaie auf Lanzarote am besten? Der zuverlässigste Spot ist Playa Flamingo in Playa Blanca – flacher Sandgrund, ruhige Bucht, Sichtungen vor allem von November bis März/April. Tauchschulen in Playa Blanca bieten gezielte Engelhai-Tauchgänge an.

Was tun, wenn man einen Engelhai sieht? Abstand halten (mindestens 2–3 Meter), nicht anfassen, ruhig beobachten, langsam zurückweichen. Die Sichtung idealerweise dem Angel Shark Conservation Network melden (angelsharknetwork.com).

Wann sieht man Engelshaie auf Lanzarote am häufigsten? Im Winter – von November bis März/April. In dieser Zeit liegen trächtige Weibchen im flachen Sandwasser der Küste. Im Sommer sind gelegentlich Jungtiere in Ufernähe zu sehen.

Was tun, wenn der Engelhai gebissen hat? Aus dem Wasser gehen, Wunde unter sauberem Wasser spülen, Druck auf die Wunde, und dann ärztlich versorgen lassen – Meerwasserwunden entzünden sich schnell. Bei starker Blutung: 112.

Ist der Engelhai geschützt? Ja. Er steht auf der Roten Liste der IUCN als Critically Endangered und ist in Spanien durch die Ley 42/2007 vollständig geschützt. Fang oder Störung ist strafbar.


Quelle: Angel Shark Conservation Network (ASCN), angelsharknetwork.com · Manta Diving Lanzarote, mantadivinglanzarote.es

Titelbild: Tony Glibert / IUCN SSC Shark Specialist Group — Engelhai (Squatina squatina) in Charco del Palo, Lanzarote. Quelle: iucnssg.org

Weitere Themen: Schnorcheln auf Lanzarote · Tauchen auf Lanzarote · Schnittwunde im Urlaub auf Lanzarote · Gefährliche Tiere auf Lanzarote

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