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Blick vom Mirador del Río auf die Insel La Graciosa – Panorama über das türkisblaue Meer von Lanzarote

Kulinarische Geheimtipps: Gesunde Restaurants auf Lanzarote entdecken

Gesund essen auf Lanzarote: Die besten Restaurants mit frischen Zutaten, vegetarischen Optionen und nachhaltigem Fisch – abseits der Touristenpfade.

Lanzarote ist bekannt für Sonne, Vulkane und Wassersport – aber immer öfter auch für seine Küche. Wer beim Urlaub nicht nur gut essen, sondern sich dabei auch gut fühlen möchte, findet auf der Insel eine überraschend lebendige Szene rund um frische, gesunde und nachhaltige Gastronomie. Dieser Artikel zeigt, wo man auf Lanzarote wirklich gut und bewusst essen kann – abseits der All-inclusive-Buffets und Touristenrestaurants.

Mirador del Río Lanzarote mit Blick auf La Graciosa – frische Luft und weites Panorama als Begleitung zur gesunden Inselküche

Warum gesunde Restaurants auf Lanzarote?

Lanzarote hat eine natürliche Grundlage für gesunde Küche: Das Meer liefert täglich frischen Fisch und Meeresfrüchte, der vulkanische Boden erzeugt mineralreiches Gemüse und Obst, und die traditionelle kanarische Küche basiert von Haus aus auf einfachen, naturbelassenen Zutaten. Papas arrugadas, gegrillter Fisch, frische Mojos aus Kräutern – das ist mediterran-atlantische Ernährung in ihrer ursprünglichsten Form.

Dazu kommt ein wachsender Trend: Immer mehr Restaurants auf Lanzarote setzen auf lokale Produzenten, saisonale Menüs und plant-based Optionen. Die Zahl der vegetarischen und veganen Lokale hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen – vor allem in Puerto del Carmen, Costa Teguise und Arrecife.

Gesundes Essen auf Lanzarote bedeutet aber nicht Verzicht. Es bedeutet: frischer Fisch statt Tiefkühlware, lokale Papas statt Pommes, selbstgemachte Mojos statt Fertigsaucen und ein Glas Malvasía aus La Geria statt einem anonymen Hauswein.

Top gesunde Restaurants

Restaurant 1: Frische Zutaten und kreative Gerichte

Restaurante La Tegala (Mácher)

La Tegala gehört zu den besten Adressen der Insel – und das vor allem wegen seiner konsequent lokalen Einkaufspolitik. Chefkoch und Team beziehen Gemüse direkt von Insellandwirten, Fisch kommt täglich vom Markt in Arrecife, Wein ausschließlich aus La Geria.

Die Karte wechselt mit den Jahreszeiten und mit dem, was der Atlantik hergibt. Typische Gerichte: Ceviche von der Vieja mit Avocado und Limette, Rote-Bete-Carpaccio mit Ziegenkäse aus Fuerteventura, gegrillte Gambas mit Mojo verde. Portionen sind ausgewogen, keine überschwemmten Teller – man geht satt, aber nicht schwer nach Hause.

Warum gesund: Saisonale Zutaten, minimale Verarbeitung, keine Fertigprodukte, kurze Lieferwege.


Kamesi (Puerto Calero)

Das einzige Michelin-Stern-Restaurant Lanzarotes denkt Gesundheit vom Produkt her: Chefkoch Germán Blanco arbeitet mit dem, was die Insel in ihrer besten Form hergibt. Kein überflüssiges Fett, keine schweren Saucen – stattdessen präzise Aromen, die die Qualität der Zutaten unterstreichen.

Das Degustationsmenü ist auch für ernährungsbewusste Gäste geeignet: Die Gerichte sind leicht, komplex und naturbelassen. Wer Allergien oder Unverträglichkeiten hat, wird auf Nachfrage flexibel bedient.

Warum gesund: Haute-Cuisine-Qualität mit minimalem Eingriff ins Produkt – Fisch, Gemüse und Meeresfrüchte im besten Zustand.


Restaurant 2: Vegetarische und vegane Optionen

El Rincón de la Abuela (Costa Teguise)

Einer der wenigen Orte auf Lanzarote, wo vegetarisches Essen nicht als Sonderfall gilt, sondern Kern der Karte ist. Das kleine Lokal in Costa Teguise setzt auf hausgemachte Hummus-Variationen, vegetarische Tapas und saisonale Salate aus lokalem Gemüse. Die vegane Tortilla (ohne Ei, mit Kichererbsenmehl) ist ein echter Geheimtipp.

Warum gesund: Vollwertige pflanzliche Zutaten, keine Convenience-Produkte, ehrliche Hausmannskost.


Amura Restaurant (Puerto Calero)

Das elegante Restaurant am Yachthafen Puerto Calero bietet neben Fischgerichten auch ein bemerkenswertes vegetarisches Menü. Besonders stark: die Salate mit Granatapfel, gerösteten Nüssen und lokalen Kräutern, sowie der gegrillte Halloumi mit Mango-Chili-Dressing. Schöne Terrasse direkt am Wasser.

Warum gesund: Ausgewogene Menükarte, viele pflanzliche Optionen, hochwertiges Olivenöl, frische Kräuter.


Bio-Café Arrecife (Arrecife)

Kleines Café in der Inselhauptstadt, das konsequent auf Bio-Produkte setzt. Frühstück mit Vollkornbrot, frisch gepressten Säften und regionalen Aufstrichen. Mittags Suppen, Wraps und Bowls. Keine Karte für jeden Geschmack – aber ideal für alle, die auch im Urlaub nicht auf einen klaren Ernährungsanspruch verzichten wollen.

Warum gesund: Zertifizierte Bio-Zutaten, breites veganes Angebot, keine industriell verarbeiteten Lebensmittel.


Restaurant 3: Nachhaltige Fischgerichte

Casa Ramón (Orzola)

Am nördlichsten Zipfel der Insel, direkt am kleinen Fischerhafen von Orzola. Was hier auf den Tisch kommt, wurde Stunden zuvor noch im Atlantik geschwommen. Keine Tiefkühlware, keine Aufwärmküche – was der Hafen nicht liefert, steht nicht auf der Karte.

Empfehlung: Lapas a la plancha (gegrillte Napfschnecken mit Butter und Limette) – ein einfaches Gericht, das nur mit frischesten Zutaten gelingt. Dazu lokales Brot und ein Glas kanarischen Weißwein.

Warum gesund: Tagesfrischer Fisch ohne Zusätze, traditionelle Zubereitungsmethoden, kurze Kühlkette.


El Golfo – die Fischrestaurants am Vulkansee

Im Fischerdorf El Golfo an der Westküste reihen sich kleine Restaurants direkt am schwarzen Sandstrand auf – mit Blick auf den grünen Vulkansee und den Atlantik. Der Fisch wird täglich von lokalen Fischern angeliefert. Typisch: Vieja al horno (im Ofen gegarter Papageienfisch) mit Papas arrugadas und Mojo verde.

Die Restaurants in El Golfo sind kein Fine Dining – aber kaum irgendwo auf der Insel isst man frischeren, naturbelasseneren Fisch zu vernünftigen Preisen.

Warum gesund: Direkter Einkauf vom Fischer, keine industrielle Verarbeitung, omega-3-reicher Atlantikfisch.


Bodegas Rubicón Restaurant (La Geria)

Mitten in den Weinbergen von La Geria hat Bodegas Rubicón ein Restaurant mit Panoramaterrasse eingerichtet. Die Küche verbindet kanarische Tradition mit Leichtigkeit: gegrillter Wolfsbarsch mit Meersalz aus Janubio, Ziegenkäse aus Fuerteventura mit Honig und Walnüssen, Oktopus mit Paprika. Dazu Weine direkt aus dem eigenen Keller.

Warum gesund: Mediterrane Ernährungsweise, Qualitätsprodukte, Wein in Maßen als kultureller Genuss.


Geheimtipps für besondere Erlebnisse

Tapas mit einem Twist

Bar El Risco (Famara)

Wer in Famara surfen war und Hunger hat, findet im kleinen Bar El Risco am Ortsrand einen Geheimtipp. Die Tapas-Auswahl ist überschaubar, aber gut: Boquerones (marinierte Sardellen) in Essig und Olivenöl, Pimientos de padrón (gebratene grüne Paprikas mit grobem Salz), Croquetas de bacalao aus frischem Kabeljau. Alles handgemacht, alles frisch, günstige Preise.

Tipp: Wochentags mittags kommen fast nur Einheimische – das ist das beste Qualitätssignal, das ein Restaurant haben kann.


Mercado de Teguise – Streetfood-Geheimtipps

Der Sonntagsmarkt in Teguise ist auch gastronomisch eine Entdeckung: Zwischen den Touristenständen gibt es lokale Produzenten mit selbstgemachten Mojos, kanarischem Käse, frischem Honig aus Inselproduktion und Gofio-Produkten. Kein Restaurant – aber ein Frühstück vom Markt ist gesünder und authentischer als jedes Hotelbuffet.

Must-try: Selbstgemachter Mojo verde mit Koriander, Knoblauch und Öl – direkt zum Brot probieren. Ein Glas frischer Zuckerrohrsaft dazu.


Restaurants mit atemberaubender Aussicht

Mirador del Río – Café im Aussichtspunkt

Das kleine Café im César-Manrique-Aussichtspunkt Mirador del Río bietet mehr als nur die Aussicht: frische Tarta de queso (kanarischer Käsekuchen), lokale Säfte und Kaffee. Kein Restaurant im klassischen Sinne – aber ein Erlebnis, das Körper und Geist gleichermaßen nährt.


La Caleta de Famara – Strandrestaurants mit Klippenblick

Im kleinen Surferort Famara gibt es direkt am Strand eine Handvoll Restaurants mit Blick auf die dramatischen Klippen des Risco de Famara. Besonders empfehlenswert: El Risco und La Caleta – beide mit frischem Fisch, kanarischen Beilagen und dem besten Sonnenuntergang der Insel als Beilage.


El Diablo (Timanfaya Nationalpark)

Nicht für die Küche, aber für das Erlebnis: Das Restaurant im Nationalpark gart Gerichte mit der Erdwärme des Vulkans. Die Speisekarte ist begrenzt – Hähnchen, Chorizo, Gemüse – aber das Erlebnis ist einzigartig. Gesund ist das Kochen ohne Öl oder Fett, nur mit natürlicher Vulkanwärme, tatsächlich eine originelle Methode.


Lokale Spezialitäten neu interpretiert

Mojo – die gesündeste Sauce der Insel

Die Mojos Lanzarotes sind von Natur aus gesund: Mojo verde (Knoblauch, Koriander oder Petersilie, Olivenöl, Essig) und Mojo rojo (geröstete Paprika, Knoblauch, Kreuzkümmel, Olivenöl) sind vollwertige Würzsaucen ohne Zusatzstoffe. Viele Restaurants stellen ihre Mojos täglich frisch her – ein klarer Qualitätsunterschied zu den industriell abgefüllten Varianten aus dem Supermarkt.

Frage beim Restaurantbesuch: “¿El mojo es casero?” – ist der Mojo hausgemacht? Die Antwort verrät viel über die Küche.


Papas arrugadas – unterschätzte Superfood

Die kleinen kanarischen Runzelkartoffeln werden in stark gesalzenem Wasser gegart, bis das Salz kristallisiert. Das klingt ungesund – ist es aber nicht: Die Kartoffeln selbst sind kalorienarm und reich an Kalium, die Salzkruste bleibt außen und wird nicht vollständig aufgenommen. Mit Mojo verde eine der gesündesten und sättigendsten Beilagen der kanarischen Küche.


Gofio – das kanarische Superfood

Gofio ist geröstetes Getreide (Mais oder Weizen), das auf den Kanaren seit Jahrtausenden als Grundnahrungsmittel gilt. Es ist reich an Ballaststoffen, Eisen und Vitamin B. Heute wird Gofio in Restaurants oft als cremige Polenta, als Zugabe zu Suppen oder als Dessert mit Honig und Mandeln serviert. Wer es im Urlaub probieren möchte: im Mercado de Teguise oder in traditionellen Restaurants nach “gofio escaldado” (Gofio-Suppe) fragen.


Fazit

Gesund essen auf Lanzarote ist keine Einschränkung – es ist die natürlichste Sache der Welt. Die Insel hat alles, was eine gesunde Küche braucht: frischen Atlantikfisch, mineralreiches Gemüse, hochwertige Öle und eine Küchentradition, die auf Einfachheit und Naturbelassenheit setzt.

Die besten gesunden Restaurants auf Lanzarote sind oft nicht die offensichtlichsten: Sie liegen in kleinen Fischerdörfern, auf Weingütern oder im Hinterland – weit weg von den Touristenpromenaden. Wer sucht, findet. Und wer findet, isst besser als zuhause.

Weitere Tipps und Empfehlungen

Für die Gesundheit vor, während und nach dem Essen:

  • Vor dem Restaurantbesuch: Bei Magen-Darm-Empfindlichkeit lieber durchgegarte Fischgerichte wählen und auf rohe Meeresfrüchte verzichten
  • Wasserqualität: Leitungswasser auf Lanzarote ist technisch trinkbar, aber oft leicht salzig – im Restaurant immer Mineralwasser bestellen (“agua mineral sin gas” = still)
  • Alkohol in der Hitze: Kanarischer Wein ist verführerisch, aber in der Sonne dehydrierend – immer mit einem Glas Wasser begleiten
  • Allergien kommunizieren: “Soy alérgico/a a…” + Allergen auf Spanisch hilft in den meisten Restaurants weiter. Bei schweren Allergien (Nüsse, Schalentiere) besser schriftlich auf Spanisch vorbereiten

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